US-Plattenindustrie klagt wieder
29.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Man habe sich auf 14 Universitäten konzentriert, so RIAA-Chef Cary Sherman. Seit Start der Klagewelle vor rund acht Monaten wurden insgesamt 2500 Anbieter urheberrechtlich geschützter Werke belangt, die diese über Angebote wie Kazaa oder Morpheus online gestellt hatten. Man gehe dabei vor allem gegen Personen vor, die besonders viele Titel illegal anböten, so die RIAA.
Der Plattenindustrieverband versucht nun, diese über die Provider herauszufinden - in diesem Fall die Universitäten. Bisher hatte man damit häufig Erfolg, allerdings weigerten sich große Internet-Anbieter bereits, dem Folge zu leisten. Die RIAA geht aber davon aus, dass dies nach US-Recht zu erfolgen habe.
Die neuen RIAA-Klagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem legale Musik-Download-Angebote in den USA zunehmend als erfolgreich gelten. So verkaufte Apples marktführender iTunes Music Store in 12 Monaten rund 70 Millionen Songs, wie der Anbieter am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zu den illegal ausgetauschten Titeln gilt diese Zahl allerdings als verschwindend gering.
Für das Web ediert von Ben Schwan
