Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Bürgerrechtler zeigen Googles
Gmail in 17 Ländern an

20. Apr 2004 16:32
Die Bürgerrechtsbewegung Privacy International hat Googles neuen Email-Dienst in ganz Europa bei den zuständigen Datenschutzbehörden angezeigt. Gmail sei «rechtswidrig».

Die britisch-amerikanische Netzbürgerrechtsorganisation Privacy International (PI) hat Beschwerden gegen Googles E-Mail-Dienst Gmail in 15 Ländern Europas sowie Australien und Kanada eingereicht. Darin heißt es, man halte das bislang nur in einem geschlossenen Betatest befindliche Angebot für datenschutzrechtswidrig.

«Große Breite»

Mehr in der Netzeitung:
In der Beschwerde sei eine «große Breite» an möglichen Verstößen gegen EU-Recht genannt, sagte ein PI-Sprecher. Sie ging an die Datenschutzbehörden in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Griechenland, Italien, Belgien, Dänemark, Schweden, Irland, Portugal, Polen, Österreich, Spanien sowie weitere alte und neue EU-Mitglieder. Kritisiert wird unter anderem die «Privacy Policy» Googles, nach der der Anbieter E-Mails auch dann speichern darf, wenn diese bereits gelöscht sind.

Andere Kritikpunkte betreffen die bei dem kostenlosen E-Mail-Dienst verwendete Werbung. Sie ist «kontextsensitiv» und analysiert schrittweise Texte der Mails nach passenden Stichwörtern, anschließend wird automatisch Reklame eingeblendet. Deutsche Datenschützer werten dies als Verstoß gegen das Fermeldegeheimnis. Es sei «egal» ob Maschinen oder Menschen Mails mitlesen würden.

Google zuversichtlich

Mehr im Internet:
Google selbst zeigte sich zuversichtlich dieses und andere Probleme im Dialog mit den Datenschutzbehörden in der EU ausräumen zu können. Google freue sich auf einen «intensiven Dialog», hieß es in einer Erklärung an US-Medien. Der Suchmaschinenbetreiber fordere derzeit auch seine Testnutzer zum «Feedback» in Sachen «Privacy Policy» auf.

Ob Gmail tatsächlich EU-Recht bricht, ist unterdessen noch völlig unklar. Der mit einem Gigabyte an Speicherplatz ausgestattete Dienst müsse nur klar und transparent darlegen, was er tue, hieß es hierzu von der zuständigen EU-Stelle. Eine Aufforderung von Privacy International an die britischen Behörden, gegen Gmail vorzugehen, war zuvor abgelehnt worden, weil der Dienst noch nicht kommerziell aktiv ist.

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.