Reuters schränkt Online-News ein
05.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Wie das «Wall Street Journal» am Montag berichtete, sollen bisherige Partner wie das Portal Yahoo oder der Wirtschaftsdienst Marketwatch.com künftig nur noch auf die News der Agentur in Schlagzeilenform verlinken dürfen - anstatt die vollständigen Meldungen zu bringen. Diese müssen Leser künftig unter Reuters.com oder den jeweiligen Landesportalen ansehen. Betroffen sind Finanz- und Business-Neuigkeiten.
Christopher Ahearn, Chef von Reuters Media, sagte laut dem «Wall Street Journal», man wolle «den Wert der Marke Reuters im Endkundenbereich» nutzen. Die Idee sei, Zugriffe und damit letzlich Werbegelder unter Reuters.com zu erhöhen.
Nate Elliott, ein Analyst beim Internet-Forschungsunternehmen Jupiter Research, sagte gegenüber dem «Wall Street Journal», es sei verwunderlich, dass eine Firma Lizenzgelder gegen Werbegelder tauschen werde. «Es zeigt, dass Reuters viel Vertrauen in das Revival der Online-Werbung hat.»
Für das Web ediert von Ben Schwan

