Datenschützer kritisieren Google Mail-Dienst
05.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Dazu müssen Mails jedoch erst auf ihren Inhalt analysiert werden - ein Vorgang, der laut Googles «Privacy Policy» (Datenschutzbedingungen) auf Rechnern passiert, zu denen niemand Zugriff hat. Die «kontextsensitive» Werbung soll demnach völlig automatisch generiert werden. Manche Privatsphräenschützer glauben dies nicht, befürchten, Google könne Inhalte an Werbetreibende verkaufen.
Eine andere Gefahr sehen Datenschützer im so genannte «Google Cookie», das auf jeden Rechner, der Google benutzt, geschrieben wird. Mit ihm ist es theoretisch möglich, alle Sucheingaben einer Person zurückzuverfolgen.
Google selbst will nach Informationen des britischen IT-Nachrichtendienstes «The Register» offenbar nicht ausschließen, dass hier Verbindungen hergestellt werden können. «Es könnte für uns sehr nützlich sein, diese Informationen zu kennen», soll Google-Gründer Larry Page gesagt haben.
Daniel Brandt, ein bekennender Google-Kritiker und Archiv-Experte, meint, «Gmail» sei vor auch wegen seiner automatisierten Profil-Erstellungsmöglichkeiten gefährlich, «obwohl Google uns erzählt, dass kein Mensch unsere Mails liest». Gegenüber «The Register» warnte Brandt davor, dass persönliche Daten an andere Firmen übergehen könnten - beispielsweise, wenn Google aufgekauft würde.
Für das Web ediert von Ben Schwan

