Doppelter Aprilscherz bei Google
01.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Doch ein Aprilscherz, wie in Szeneforen wie «Slashdot» oder dem australischen Regierungsrundfunk ABC spekuliert wurde, ist der neue «Gmail»-Dienst nicht. Im Gegenteil: Google bewies wieder einmal Humor, indem die Suchmaschine die Medien und die Kunden quasi doppelt in den April schickte.
«Gmail», wie der Dienst genannt wird, schaffte es am Donnerstag sogar auf die Titelseite der «New York Times». Das hat gute Gründe, meinen Experten: Google schicke sich an, den E-Mail-Markt umzukrempeln. Die Auswirkungen könnten groß sein.
Geht Googles Plan auf, besitzt das Unternehmen zwei der wertvollsten Datenbestände des Internets: Den Index der meisten Web-Seiten und die Inhalte der Mails großer Teile der Nutzer. Beides will das Unternehmen mit der typischen Google-Suche durchkämmbar machen und jeweils passende Werbung einblenden, ohne dass E-Mail-Inhalte den Werbetreibenden bekannt werden. Wann «Gmail» der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, ist noch unklar. Zunächst wird mit Beta-Nutzern getestet.
Für das Web ediert von Ben Schwan

