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Handy-Entführung per Bluetooth

30. Mrz 2004 09:11
Nokia 6310i, SonyEricsson T610
Bei zwei bekannten Bluetooth-Handys sind Sicherheitslücken aufgetaucht. Es ist möglich, auf fremde Kosten zu telefonieren.

Zwei Mobiltelefone der Marken Nokia und Sony Ericsson sind anfällig für schwerwiegende Angriffe über die Nahbereichsfunktechnik Bluetooth. Wie die IT-Security-Firma Integralis herausgefunden hat, soll es möglich sein, das 6310i von Nokia sowie das Sony Ericsson T610 per Bluetooth zu «entführen».

Fernsteuerung

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  • So könne ein Angreifer beispielsweise unbemerkt Telefonnummern wählen (etwa zu kostenpflichtigen 0900er-Hotlines), SMS-Botschaften des Handy-Nutzers lesen und SMS über sein Handy verschicken. Außerdem sei der Zugriff auf Adressbuch und Terminkalender sowie auf den Speicher der eingebauten SIM-Karte möglich.

    Bluetooth funkt drahtlos in einem Umgebungsbereich von 10 bis 100 Metern. Die Technik wird zur Anbindung von Notebooks oder Headsets und zum Datenabgleich benutzt.

    «Handy Hijacking»

    Laut Integralis reicht zum «Handy Hijacking» ein PC oder Palmtop mit dem Betriebssystem Linux und passendem Bluetooth-Adapter. Auf dem Rechner läuft dann ein spezielles Hackprogramm.

    Es wurde von Integralis bislang nur den Handy-Herstellern offengelegt - man wolle den Firmen 45 Tage Zeit geben, auf seine Existenz zu reagieren. Im Gegensatz zu bisherigen Bluetooth-Hacking-Ansätzen ist bei der jüngsten Lücke eine Koppelung der Geräte («Pairing») nicht notwendig.

    Bluetooth abschalten

    Mehr im Internet:
    Als Sicherheitsmaßnahme raten Experten Besitzern der Geräte, die Bluetooth-Funktion nur dann einzuschalten, wenn sie tatsächlich notwendig ist - eine ständige Verfügbarkeit könnte Angreifer aufmerksam machen. Betroffen von der Lücke sind die Firmwareversionen 5.50 (Nokia) sowie R1A081 (Sony Ericsson).

    Laut Integralis hat das Sicherheitsproblem weniger mit generellen Lücken im Bluetooth-Protokoll zu tun, als mit einer fehlerhaften Implementierung durch die Handy-Hersteller. Es sei möglich, dass auch andere Handys von der Problematik betroffen seien.

     
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