25. Mrz 2004 08:58
Berlin hat einen Vertrag mit dem Software-Konzern Microsoft geschlossen, wonach dieser Software-Pilotprojekte mit der Hauptstadt durchführen darf. Das Vorhaben ist umstritten.
Das Abkommen läuft im Rahmen der Berliner Initiative «Projekt Zukunft», bei der neuartige IT-Strategien für das Land definiert werden sollen. Der Microsoft-Vertrag, auf der Cebit noch bejubelt, sorgt nun für politischen Aufruhr: Harald Wolf, Wirtschaftssenator und Mitglied der PDS, soll nach Angaben der Berliner FDP-Opposition gehandelt haben, ohne das Parlament zu informieren. Außerdem habe Wolf mit dem Kooperationsvertrag gegen einen Beschluss des Hauptausschusses des Berliner Parlaments verstoßen, in dem es hieß, die Verwaltung solle den Umstieg von Microsoft-Systemen auf Linux prüfen, wie dies derzeit etwa in München praktiziert wird. Käme man dabei zu einem positiven Ergebnis, sei der Umstieg vorzubereiten.