netzeitung.deCebit: WLAN schneller und sicherer

 Herausgeber: netzeitung.de

Das drahtlose Highspeed-Internet nach dem WLAN-Standard soll schneller werden - ein neuer Standard sieht die Verdoppelung der Bandbreite vor. Zuvor muss die Technik aber sicherer werden.

Das Standardisierungs-Gremium für WLAN will nach Angaben der Ingenieursvereinigung IEEE seine Arbeit an «802.11n» bis zum nächsten Jahr abgeschlossen haben. Im Sommer oder Herbst 2005 könnten dann bereits entsprechende Produkte auf dem Markt sein. Auf der Cebit wurden hierfür erste Studien und Modelle präsentiert.

WLAN-Roaming
Auch sonst tut sich beim drahtlosen High-Speed-Internet auf der Messe viel: Die Initiative «Greenspot» des deutschen Internet-Verbandes eco e.V. wurde gestartet. Mit der Technik soll es demnächst möglich sein, sich mit den Angaben seines eigenen Internet-Providers in zahlreiche WLAN-Zugangspunkte in Deutschland einzuwählen.

Das so genannte «Roaming» soll dabei völlig transpartent erfolgen. Nutzer erhalten ihre gewohnte Provider-Rechnung, auch wenn sie sich bei fremden WLAN-Netzen, die es etwa an öffentlichen Plätzen, auf Messen und in Flughäfen gibt, einwählen.

Mehr Sicherheit
Auf der Cebit wurde zudem über Sicherheitskonzepte bei WLAN debattiert. Die Technik gilt mit dem aktuellen Verschlüsselungsstandard «WEP» als unsicher, weil dieser knackbar ist. Bundesinnenminister Otto Schily forderte daher am Rande der Messe Nutzer und Hersteller auf, mehr Wert auf Security zu legen.

Schätzungsweise die Hälfte aller Zugangspunkte seien gegen Angriffe nicht geschützt, sagte er nach Agenturmeldungen. So könne es vorkommen, dass Daten von Fremden mitgelesen würden. Gesetzlichen Handlungsbedarf sieht Schily aber nicht. Einbruch in Datennetze sei bereits vom bestehenden Strafrecht abgedeckt. Schilys Kritik blieb auf der Cebit nicht ungehört: Mehr und mehr WLAN-Hersteller dichten ihre Geräte bereits in der Grundkonfiguration ab.


Für das Web ediert von Ben Schwan