Ärger um Bush-Werbetool im Internet
15.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Allerdings dauerte es nicht lange, bis Gegner des US-Präsidenten, im Internet traditionell gut organisiert, sein eigentlich praktisches Web-Werbetool für ihre Zwecke missbrauchten: Als Möglichkeit, die «Bush Cheney 2004»-Kampagne durch den Kakao zu ziehen. Das Weblog «Wonkette», das aus Washington über politischen Klatsch berichtet, machte sich einen Spaß daraus, herauszufinden, welche Anti-Slogans man mit Bushs eigenem Werkzeug erstellen kann.
«Wonkette» und seinen Lesern tat dies in ihrem Spaß keinen Abbruch. «Rennt um Euer Leben - Bush Cheney 2004» war genauso möglich wie «Macht die Reichen noch reicher». «Weil Nixon immer noch tot ist» wurde von dem Poster-Generator allerdings nicht angenommen. Für das Bush-Team besonders peinlich: Jedes «Custom Poster» trug automatisch den Vermerk, dass es von der Bush Cheney-Kampagne bezahlt worden sei. Inzwischen wurde die Möglichkeit, eigene Slogans zu erstellen, abgestellt. Statt dessen kann man nun nur noch aus vorgefertigten Sätzen wählen, die so genannte «Koalitionsgruppen» repräsentieren: «Anwälte für Bush», beispielsweise.
Für das Web ediert von Ben Schwan

