18. Feb 2004 09:12
Die Suchmaschine Google hat ihre Datenbank erneut erweitert. Im Index sind derzeit 4,28 Milliarden Web-Seiten und 880 Millionen Bilder. Und man will weiter wachsen.
Google, Marktführer bei den Internet-Suchmaschinen, hat seinem Web-Index innerhalb weniger Monate eine Milliarde Seiten hinzugefügt. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, durchsuche man nun insgesamt 4,28 Milliarden Web-Pages. Hinzu komme eine erweiterte Bilddatenbank, die mit 880 Millionen Aufnahmen nun deutlich mehr Datensätze enthalte. Mit ihr könne man künftig auch nach Farbgebung, Bildformaten oder Größe suchen, so Google. «Wir haben einen Such-Meilenstein erreicht», sagte die Firma in einer Mitteilung. Zusammengenommen ergäben sich inzwischen 6 Milliarden Datensätze, durchsucht werden auch die Diskussionsgruppen des Usenet sowie PDF- und Office-Dateien.
Das gesamte Web deckt Google damit aber nicht ab: Expertenschätzungen zufolge besteht das Internet aus 10 Milliarden HTML-Seiten, wovon Google nicht einmal die Hälfte erfasst. Dennoch besitzt die Suchmaschine den größten Index des Datennetzes. Die Konkurrenzsuchmaschine Alltheweb.com, lange Zeit kurz hinter Google, durchsucht derzeit nur 3,1 Milliarden Webseiten. Ausbauen will das Unternehmen nun seine Buchsuche namens «Google Print». Darin enthalten ist die Möglichkeit, in den digitalisierten Druckwerken zu stöbern sowie bibliografische Informationen abzurufen. Geld macht Google damit auch: Direkte Links führen zu Online-Händlern, die die Titel anbieten - der E-Commerce-Konzern Amazon konkurriert auch deshalb mit einem vergleichbaren Dienst.
Um den Börsengang der Suchmaschine bleibt es unterdessen eher ruhig. Das Unternehmen wollten bessere Marktzeiten abwarten, hieß es in Analystenkreisen, selbst wenn ein «IPO» der Firma zu einem «neuen Internet-Hype» führen könne, wie George Colony vom renommierten IT-Marktforschungsinstitut Forrester Research schätzt.Google baut derzeit seine globale Präsenz auch in Europa aus: Im Zürich soll nach dem indischen Bangalore ein weiteres außeramerikanisches Forschungszentrum aufgebaut werden. Für den Standort werden derzeit Kandidaten gesucht. Die Schweizer Niederlassung, offiziell «European Engineering Center» genannt, soll noch in diesem Jahr eröffnen. Eingestellt werden sollen vor allem Software-Ingenieure auf den Gebieten C/C++ sowie Java.