netzeitung.deVodafone testet UMTS mit halber DSL-Geschwindigkeit

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Der Mobilfunkanbieter Vodafone testet mit Firmenkunden derzeit UMTS-Datendienste. Mit neuartigen Notebook-Karten lassen sich so bis zu 300 Kilobit empfangen - überall mobil.

Nachdem T-Mobile kürzlich sein UMTS-Netz unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit freischaltete, hat inzwischen auch Konkurrent Vodafone ohne großen Pressewirbel mit UMTS-Tests begonnen. Wie die Netzeitung erfuhr, läuft bereits seit Dezember ein erfolgreicher Test mit UMTS-Datendiensten bei Firmenkunden unter anderem in Berlin. In 100 Städten in Deutschland soll ein Zugang möglich sein.
Flatrate für 40 Euro
Die neue Breitband-Mobilfunktechnik dient dabei nicht dem Telefonieren mit Multimedia-Handys, sondern allein dem Zugang ins Internet per Laptop. Rund die halbe gebräuchliche DSL-Geschwindigkeit - bis zu 384 Kilobit - erreichen Pilotkunden so per Mobilfunk. Mit der so genannten «Vodafone Mobile Connect Card UMTS», die bei Nicht-Vertragskunden rund 300 Euro kosten soll, kommt man ins Netz.

Die von dem belgischen Spezialhersteller Option produzierte PC-Karte wird dazu einfach in einen aktuellen PC-Laptop geschoben. Die monatliche Gebühr für die Testkunden, die auch Protokolle über ihre Erfahrungen führen müssen, liegt laut Angaben eines Benutzers bei 40 Euro im Monat. Der UMTS-Dienst wird dabei als so genannte Flatrate abgerechnet, es fallen also keinerlei zusätzliche Minuten- oder Datenverkehrskosten an.

Testlauf bis März
Der Testlauf soll noch bis mindestens Ende März dauern. Vodafone konnte über die angegebene Hotline-Nummer aber nicht sagen, welche Kriterien Firmenkunden erfüllen müssen, um daran teilzunehmen. Wird das UMTS-Netz schließlich offiziell allen Kunden angeboten, sollen solche Datenfunkdienste zu normalen Konditionen auch als Flatrate angeboten werden, möglicherweise zu Preisen von um die 100 Euro im Monat, wie es in Vertriebskreisen hieß.

Der UMTS-Datenfunk ist deshalb so attraktiv, weil er bislang unerreichte Übertragungsraten im Handy-Versorgungsgebiet ermöglicht. Konkurrenzdienste sind WLAN, ein standortgebundener Datenfunk mit kostengünstigen Basisstationen, und die ältere Handy-Technik GPRS, die allerdings deutlich langsamer ist. Im Vodafone-UMTS-Test soll die Benutzung laut Nutzer-Angaben derzeit recht angenehm und zuverlässig sein, was allerdings auch mit der geringen momentanen Kundenzahl zu tun hat. Kommen mehr Kunden hinzu, kann auch die Bandbreite schwinden. Im Endausbau sollen per UMTS in einigen Jahren zwei Megabit pro Sekunde fließen.


Für das Web ediert von Ben Schwan