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Google plant Werbung in E-Mails

19. Jan 2004 09:47
Googles erfolgreiches Partner-Werbe-Programm «Adsense» soll auf E-Mails ausgedehnt werden. Ein passender Webmail-Dienst sei bereits in Arbeit, so Branchen-Beobachter.

Googles «Adsense»-Technik, mit der die Suchmaschine bereits auf vielen kleinen wie großen Websites Text-basierte Werbung einblendet, soll auch auf E-Mails ausgedehnt werden. Bei dem Werbesystem werden Inhalte der jeweiligen Seiten analysiert und passend dazu Anzeigen geschaltet. Ähnliches habe Google nun auch bei elektronischer Post vor, heißt es in US-Medien.

In einem ersten Schritt könnte die marktführende Suchmaschine demnach einen eigenen Webmail-Dienst anbieten - ein Bereich, in dem Konkurrenten wie Yahoo oder MSN längst erfolgreich sind. Die Portal-Unternehmen versuchen derzeit, ihre Suchmaschinen zu verbessern. Dies kommt einem direkten Angriff auf Googles Kerngeschäft gleich - Google kämpft um seine technische Dominanz.

Portal-Gerüchte

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Google hat bereits begonnen, im E-Mail-Bereich Werbung anzubieten: So blendet die «Adsense»-Werbung bei Partnern bezahlte Links im Newsletter ein. Durch Aufkäufe besitzt die Suchmaschine technisches Knowhow auf dem Mail-Gebiet und hält bereits seit dem Jahre 2001 die Internet-Adresse «Googlemail.com».

Beobachter im Silicon Valley rechnen damit, dass Google im Zuge seines Börsengangs eine Portal-Strategie formuliert. Mit «Google News» ist ein Nachrichtendienst bereits international vorhanden, auch passten die «Google Groups», ein Web-basierter Zugang zu Diskussionsgruppen, gut in ein Internet-Portal, so Experten. Ziel dieser Bemühungen: Die Google-Nutzer sollen länger im Angebot verweilen und es nicht mehr sofort nach einer Suchanfrage verlassen.

Kontextwerbung überall

Google benötigt eine möglichst große Anzahl an Partner-Websites, um seine Anzeigen adäquat platzieren zu können. Für die Werbung zahlen Werbetreibende nur dann, wenn die enthaltenen Links angeklickt werden - sind Nutzer lange im Portal, steigt auch diese Wahrscheinlichkeit. Um eine möglichst hohe Reichweite zu haben, findet sich Google-Werbung inzwischen auf zahlreichen Online-Angeboten.

Falls Google einen E-Mail-Dienst einführt, könnte dieser entweder kostenlos oder inklusive Anti-Spam-Dienst kostenpflichtig vermarktet werden - kontextbasierte Werbung erschiene dann parallel in einem anderen Fenster. Google gab der US-Presse gegenüber nur an, man teste derzeit mehrere Möglichkeiten, E-Mails «zu Geld zu machen». Der Google-Börsengang (IPO) wird für 2004 erwartet.


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