HP-iPod verändert Apple
12.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Damit will HP den Apple-Musikstore iTunes Music Store auf die PCs bringen und die Reichweite vergrößern.
«Wir haben die Größe, (dem iPod) einen Markt zu verschaffen, den er noch nie gesehen hat - zu einem guten Preis», so Fiorina. Apple sei zu HP gekommen, weil man «überall» präsent sei.
Wohl kaum, meinen Marktbeobachter: Jobs zeige mit seiner Entscheidung nur, dass er ein guter Deal-Macher sei. Zwar beherrscht der iPod derzeit rund 30 Prozent des Marktes an tragbaren Musikplayern in den USA und die Online-Plattform iTunes Music Store ist mit 70 Prozent Marktführer. Doch in beiden Bereichen geht noch «viel mehr», wie Apple meint: Die Vertriebskanäle müssen noch besser funktionieren.
HP soll Apple außerdem helfen, preislich günstiger zu werden. Derzeit kostet ein iPod zwischen 349 und 549 Euro. Der HP-iPod, der auf Apple-Technik basiert und in HP-Grau daherkommt, dürfte sichtbar billiger werden.
Auch die Downloads im iTunes Music Store sollen besser vermarktet werden. Im Februar will der Online-Shop mit Hilfe der Marke Pepsi in den USA insgesamt 100 Millionen Songs absetzen.
Bei Apple, wo man weiterhin auf innovative Rechner sowie Software setzt, ist durch die HP-Allianz ein «Stein ins Rollen» gekommen. Revolutionäres wie etwa ein Mac-Betriebssystem auf einem PC sei aber nicht zu erwarten.
Mit dem iPod hatte sich Apple schon länger in den Windows-Bereich gewagt: Der MP3-Player war von Anfang an PC-kompatibel und der iTunes Music Store läuft seit letzten Herbst auch unter Windows.
Für das Web ediert von Ben Schwan

