netzeitung.deBundesamt gibt IT-Tipps

 Herausgeber: netzeitung.de

PC-Neulinge vergessen oft grundlegende Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Computer und Internet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erzieht - per Bildschirmschoner.

Es ist nicht schwer, seinen PC vor Viren und Würmern im Internet zu schützen - man muss nur wissen, wie. Dies ist die Auffassung des für IT-Sicherheit verantwortlichen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Bonner Behörde hat in den letzten Monaten daher ihre Aufklärungsarbeit intensiviert: Mit einem neuen Internet-Portal namens «BSI für Bürger» sowie regelmäßigen Virenwarnungen. Hinzu kommt nun ein weiteres Werkzeug, das sich insbesondere an PC-Neulinge wendet: Ein Windows-Bildschirmschoner, der wichtige Grundlagen der IT- und Internet-Sicherheit «ganz nebenbei» vermittelt.
Zahlreiche Infos
Der optisch ansprechende «Screensaver» ist per kostenlosem Download erhältlich und bietet zahlreiche Informationen, die per Zufallsprinzip auf dem Schirm auftauchen. So wird Nutzern empfohlen, ihre Passwörter öfter zu wechseln («regelmäßige Änderung ist das A und O»), dabei keine Begriffe aus dem Duden zu verwenden, sich beim Online-Banking vom Sicherheitszertifikat («SSL») zu überzeugen und auf Spam niemals zu antworten, weil die Werbeflut sonst zunimmt. Gegen Spionagesoftware (Spyware) empfiehlt das BSI eine Firewall. «Jeden Monat gibt es zahlreiche neue Viren. Besonders bei intensiver Internetnutzung ist das Risiko, dass sich der Computer infiziert, sehr hoch», sagt BSI-Chef Udo Hambrecht. Vorsorge sei deshalb notwendig.
Kostenloser Schutz
Entsprechende Programme - vom «0190 Dialer»-Schutz über die Firewall bis zum Antivirenprogramm - sind kostenlos unter www.bsi-fuer-buerger.de herunterzuladen. Das Portal bietet darüber hinaus auch für Einsteiger verständliche Hilfstexte zum Thema IT-Sicherheit, aber auch zum Kinderschutz sowie rechtlichen Dingen online. Auch in Sachen Verschlüsselung wird dem Bürger geholfen, laufen E-Mails doch immer noch meist im Klartext wie eine Postkarte durchs Netz. Man wolle die Nutzer täglich daran erinnern, etwas für die Sicherheit ihres Rechners zu tun, hieß es vom BSI. Praktischerweise kann man den neuen BSI-Screensaver auch dazu nutzen, seinen PC bei Abwesenheit vor Zugriffen zu schützen - er verlangt die Eingabe eines Passwortes.

Für das Web ediert von Ben Schwan