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Google sucht jetzt auch in Büchern

18. Dez 2003 10:34
Google testet derzeit eine neue Suchfunktion – ohne dass die Internetnutzer davon wissen. Das Experiment nennt sich «Google-Print»; seine Beta-Version sucht in Büchern. Die Ergebnisse führen zu Online-Buchhändlern.

Die Internetsuchmaschine Google hat zusammen mit Buchverlegern ein Experiment gestartet, bei dem der Inhalt der ersten Kapitel von Büchern, Rezensionen oder anderen bibliographischen Informationen registriert und dem Surfer zur Verfügung gestellt wird. Wie die «New York Times» berichtet, hat Google diesen neuen Service heimlich installiert. Erst nachdem einige Nutzer über ihre Suchergebnisse darauf aufmerksam wurden, erklärte Google, dass es sich dabei um einen Test handele.

Mehr in der Netzeitung:
Die Suchergebnisse werden demnach als «Book-Beta» gekennzeichnet. Klickt man sie an, landet man in einer nächsten Ebene von Google, die wiederum Links zu möglichen Kauf-Portalen auflistet. Dass sich dahinter möglicherweise eine zusätzliche Einnahmequelle für die Suchmaschine verbergen könnte, wollte die Chefin des Produkt-Managments, Susan Wojcicki, nicht kommentieren. «Wir glauben, dass wir unseren Nutzern etwas Gutes tun, wenn wir ihnen mehr und auf sie zugeschnittene Informationen anbieten können», sagte Wojcicki der Zeitung. Die Verbindung zu Buchverlegern sei lediglich eine weitere Möglichkeit, diesen Service zu verbessern.

An Umsätzen nicht beteiligt

Mehr im Internet:
Google-Print erinnert an ein Angebot, das Amazon.com im Oktober startete. «Search inside the book» ermöglicht Kunden, Bücher zu finden, indem der Inhalt von mehr als 120.000 Titeln durchsucht und dem Nutzer als Vorschau gezeigt wird. Dieser Service hatte in Branchenkreisen zu Spekulationen geführt, wonach Amazon zunehmend mit Google als Suchmaschine konkurrieren könnte.

Google dagegen betrachtet Amazon nach eigenen Angaben als Partner. Im übrigen verwiesen die Resultate von Google-Print auch auf Amazon sowie zwei weitere Online-Buchhändler. Landet der User dort, kann er nach Wojcickis Angaben einen Buchtitel bestellen. An den Umsätzen sei Google jedoch nicht beteiligt. Möglich, dass sich ein wirtschaftlicher Nutzen für die Suchmaschine durch die Banner-Werbung auf den Ergebnisseiten ergibt. (nz)

 
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