Itunes gewinnt Innovationspreis
11.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Apple habe mit Itunes die Mitte gefunden zwischen Netzpiraten, die alles gratis haben wollten, und der dem Internet lange Zeit skeptisch gegenüber stehenden Musikindustrie. Dank Apple glaube nun auch die Konkurrenz an das Konzept: Napster 2.0, Musicmatch und zahlreiche andere - inzwischen wollen sogar der Musiksender MTV und eine Supermarktkette ihre eigenen Online-Musikshops eröffnen.
Allerdigs habe das Ssystem auch ein «schmutziges kleines Geheimnis», so die «Time»-Redaktion: Mit ihm ist kaum Geld zu verdienen, wie Apple-Chef Steve Job offen zugibt. Bei 500 Millionen Dollar Umsatz bleiben zwar immerhin rund 50 Millionen Dollar hängen, doch mit den Gewinnspannen, die sonst in der Computerbranche zu erzielen sind, sei dies nicht zu vergleichen.
Apple will mit seinem Dienst jedoch vor allem seine tragbaren MP3-Player namens Ipod verkaufen, mit denen sich deutlich mehr Geld verdienen lässt. Der Music Store ist nur ein Zubrot, während die Konkurrenz auf die Online-Musik als Haupteinnahmestrom angewiesen ist. Ob die Strategie Apple auch wachsen lässt, ist sich «Time» noch nicht sicher.
Platz zwei und drei der «coolsten Erfindungen des Jahres» belegten übrigens Kamera-Handys und ein neuartiger Wasserfilter.
Für das Web ediert von Ben Schwan

