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Anmache per Kurzstreckenfunk

03. Nov 2003 10:47
Immer mehr Mobiltelefone besitzen die Bluetooth-Technik zur Übertragung von Internet-Daten. Doch sie ist auch anderweitig nutzbar: Für das Flirten von Handy zu Handy.

Ein System, das eigentlich zum Austausch digitaler Visitenkarten von Handy zu Handy gedacht war, kann auch zum Flirten von Mobiltelefon zu Mobiltelefon genutzt werden. «Bluejacking» nennt sich die neuartige Technik, über die derzeit auf privaten Technologie-Websites sowie in den Weblogs heiß debattiert wird.

Eingesetzt wird dabei der neue Nahbereichsfunk Bluetooth, mit dem man Handys beispielsweise drahtlos mit dem eigenen Computer abgleichen oder auch mit ihm online gehen kann. Es ist aber auch möglich, mit dem so genannten «Kontakte»-Protokoll Botschaften von einem Handy zum anderen zu schicken, wenn es sich im Umkreis von bis zu zehn Metern befindet.

Kontaktsystem benutzt

Mehr in der Netzeitung:
Genau das passiert beim Bluejacking: Statt dem eigenen Namen trägt man einfach eine Botschaft als Kontaktname im Telefonbuch ein. Den Kontakt schickt man dann an ein Bluetooth-Handy in der Nähe - das eigene Gerät zeigt einem diese an. Allerdings muss man zuvor wissen, welches Handy der/die Angebetete besitzt, damit die Botschaft auch bei der richtigen Person ankommt.

Cafés wie die der Kette Starbucks, in dem sich Männer und Frauen neben dem Getränkeverzehr auch mit ihrem Handy beschäftigen, gelten als besonders gute Flirt-Gebiete. Interessant am Bluejacking ist zudem der Überraschungsfaktor: Ist Bluetooth eingeschaltet, taucht die Botschaft sofort und unvermittelt auf dem Handy auf.

«Ich bluejacke Dich»

Mehr im Internet:
Websites wie «Bluejackq.com» («Ich bluejacke Dich») sammeln Informationen über die Bluejack-Technik und Vorkommnisse rund um die neuartige Flirt-Variante, passende Plätze zum Bluejacking und Geräte, die sich besonders gut dafür eignen.

Wie bei jeder neuartigen mit Computern im Zusammenhang stehenden Technik hat aber auch diese noch Fehler: So ist nicht leicht erkennbar, welches Handy man tatsächlich anfunkt. Daher wird Bluejacking zum Glücksspiel - allerdings ist die Schadenfreude laut «Bluejackq.com» groß, wenn man einen Menschen in seiner näheren Umgebung mit einer Bluejack-Botschaft überrascht hat. Bislang gibt es außerdem je nach Handy-Typ keine Möglichkeit, eingehende Kontaktanfragen abzuschalten - außer, man schaltet Bluetooth an seinem Gerät vollständig aus.

 
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