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Cool bleiben (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Cool bleiben
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Briten lösen Computerprobleme häufig mit Gewalt. Eine Studie hat ergeben, dass mindestens 39 Prozent sich von ihrem PC oft so provoziert fühlen, dass sie handgreiflich werden.

Eine von der Anti-Viren-Firma Symantec herausgegebene Untersuchung hält eine Wut-Therapie für PC-Nutzer angebracht. 39 Prozent der britischen Computer-User neigen demnach zu «extremen Reaktionen», die durch PC-Frustration hervorgerufen werden.

Dem Rechner mit Gewalt gedroht
Die Reaktionen beinhalten Fluchen, Schreien und das wahllose, durch Wut hervorgerufene Auf-die-Tastatur-Einhämmern, so der Report. Andere bevorzugen die sogenannte Basil-Fawlty-Wartungsvariante, benannt nach dem von John Cleese gespielte Charakter in der TV-Serie «Fawlty Towers»: Zuerst wird der Maschine mit Gewalt gedroht und schließlich lässt man seinem Ärger freien Lauf und tobt sich an dem Gerät richtig physisch aus.

In der Ruhe liegt die Kraft
Der häufigste Grund für PC-Stress sind laut Symantec «PC Pests», alltägliche Systemfehler wie Langsamkeit, Systemabstürze oder Aufhänger. Ein hohes Aggressionspotential bergen auch Spam-Mails, Pop-Up-Werbung, Viren oder versehentlich gelöschte Dateien.

«Durch diese PC Pests verursachter Stress führt schnell zu richtiger Wut», kommentiert Mike Fisher, Direktor einer britischen Wut-Management-Vereinigung. «Das ist mitunter dann nicht mehr nur ärgerlich, sondern betrifft auch die Menschen um uns herum und schränkt unsere Produktivität ein. Wer sich gestresst fühlt, sollte tief durchatmen, cool bleiben und eine kurze Computerpause einlegen. Das bewahrt einen auch davor, als der Büro-Hitzkopf zu gelten!»

Wie man sich bettet, so liegt man
Die Langsamkeit des Rechners und Spam wurden als Hauptgründe für akute Genervtheit angegeben. Laut Symantec sind die User für den Frust oft selbst verantwortlich. Nur elf Prozent der Befragten benutzt Software, um die Geschwindigkeit des Rechners zu erhöhen und nur neun Prozent nutzten einen Spamfilter. Außerdem wäre es hilfreich, sämtliche Cookies zu beseitigen, Internet Caches regelmäßig aufzuräumen und die Software auf dem neuesten Stand zu halten.

Wissen, wen man fragen muss
Trotz aller Launenhaftigkeit der PC-Nutzer, wird nicht jeder sofort gewalttätig. Jeder fünfte der Befragten wendet sich im Falle von Computerfrust einer anderen Tätigkeit zu, während immerhin 40 Prozent so schlau sind und versuchen, Probleme durch Hilfe-Dateien oder einen Sachverständigen zu beheben.

Für das Web ediert von Julia Niemann