netzeitung.deSpam per Blog-Kommentar

 Herausgeber: netzeitung.de

Weblogs erreichen Top-Positionen bei der Suchmaschine Google - sie sind weitläufig vernetzt. Dies machen sich nun auch Spammer zu Nutze.

Weblogs werden in letzter Zeit immer häufiger das Ziel von Spammern. Diese nutzen die gute Vernetzung der Netztagebücher aus, um sich in Top-Postionen bei Suchmaschinen wie Google zu bringen - mit illegitimen Methoden und Tricks.

Porno-Links im Weblog
Die Vorgehensweise: Die Spammer setzen Links zu den von ihnen beworbenen Seiten in die Kommentarfelder der Weblogs, die diese oft für Nutzerreaktionen bereithalten. Anschließend indiziert Google diese Seiten, «entdeckt» die oft vorkommenden Links auf die Werbeseiten und positioniert diese daher in seinem Index sehr weit oben. Die Methode kostet die Spammer kaum Arbeit, da das Eintragen in die Kommentarfelder der Weblogs per Software automatisiert erfolgt. So schaffte es kürzlich eine unappetitliche Pornoseite ganz nach oben in die Weblog-Themen-Hitliste «Blogdex», deren Adresse Spammer zuvor in viele Blog-Kommentarbereiche geschrieben hatten.

Schwarze Listen als Lösung
Six Apart schlug seinen Kunden vor, künftig eine Zwangsregistrierung in die Weblogs einzubauen, ohne die man keine Kommentare erstellen kann. Allerdings nimmt dies viel Spontanität aus den Blogs.

Weitere Anti-Spam-Möglichkeiten sind die vorherige Kontrolle jedes Kommentars, bevor dieser online geht, sowie das Verlangen der Eingabe eines per Bild generierten Codewortes, das Spam-Roboter nicht erkennen können. (Gehen die Spammer manuell vor, ist letztere Funktion allerdings nutzlos.)

Nutzer von Movable Type haben sich nun zusammengeschlossen, so genannte Blacklists, schwarze Listen, zusammenzutragen, die die jeweils aktuell kursierenden Spams enthalten. So soll den Blog-Spammern ähnlich wie den E-Mail-Spammern entgegengetreten werden - per Filter.


Für das Web ediert von Ben Schwan