US-Präsident Bush schreibt ein Weblog
Das Blog soll bis zum Wahltag im November 2004 Informationen über die Kampagne sowie aktuelle Entwicklungen im Netztagebuch-Stil liefern. Man will es damit Internet-Erfolgen des demokratischen Kandidaten Howard Dean und anderer Bush-Gegner gleich tun.
In der liberal geprägten amerikanischen Blogger-Szene sorgte das Bush-Weblog für Wirbel. Während einige Netztagebuch-Autoren das «Official Blog» der Wiederwahlkampagne zunächst für einen Scherz hielten, weil es auf den ersten Blick nicht sehr seriös wirkt, meinten andere, es habe mit echten Weblogs nichts zu tun.
Auch wird es nicht persönlich von echten Bloggern geführt: Ein «Posted by Georgewbush.com» schließt die Einträge ab, die oft wie Pressemitteilungen wirken.
Im Gegensatz dazu wird im offiziellen Weblog von Howard Dean ein persönlicher Ton gepflegt: Zwar bloggt nicht der demokratische Kandidat selbst, sondern seine Kampagnenmitarbeiter. Die Beiträge sind aber immer mit Namen gekennzeichnet und treffen den typischen Blog-Stil, der auch das Arbeiten mit Links einschließt.
Im Bush-Blog wird hingegen vor allem im O-Ton kurz zitiert und zum Anschluss verlinkt, was unter Bloggern eher verpönt ist.
Für das Web ediert von Ben Schwan

