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Napster startet am Donnerstag
als legale Musikbörse

08. Okt 2003 10:18
Hurra, die Katze hat einen neuen Vertrag
Die ehemals weltgrößte Tauschbörse Napster feiert am Donnerstag in New York ihre Auferstehung. Die Software-Firma Roxio hat aus der Marke ein legales Angebot gemacht.

Napster 2.0, so der offizielle Arbeitstitel, startet am Donnerstag in New York mit einem ersten Betatest. An Weihnachten soll der von der Software-Firma Roxio betriebene legale Musikdienst für alle US-Nutzer zur Verfügung stehen.

Der Neu-Start soll groß gefeiert werden. 200 Presse- und Industrievertreter sind zur Launch-Party geladen, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. 500.000 Titel sollen baldmöglichst über Napster 2.0 heruntergeladen werden können. Zusammen mit Samsung hat Roxio tragbare Player entwickelt, mit denen man die bei Napster erworbene Musik mobil abspielen kann.

Viel Wettbewerb

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Napster 2.0 tritt gegen Apples erfolgreichen iTunes Music Store an. Apple will noch vor Jahresende in den USA in einer PC-Version starten. Daneben bietet der Software-Konzern Musicmatch seit kurzem einen umfassenden Dienst für Windows-User an, der den Nutzern viele Rechte lässt.

Schon länger im Markt tummeln sich Buymusic.com (bislang nur wenig erfolgreich) sowie ältere Dienste wie Rhapsody vom Internet-Multimedia-Spezialisten Real Networks. Napster 2.0 setzt vom Start weg auf die Bekanntheit der Marke. Ob die Nutzer ein neues Napster anerkennen, ein «legales» Napster, bleibt abzuwarten.

Aktien vervierfacht

Roxio, bekannt für seine CD- und DVD-Brennprogramme, hatte die Marke für fünf Millionen Dollar im letzten Jahr gekauft. Aufgrund der zunehmenden Attraktivität von Musiktauschbörsen - allein Apple verkaufte mit dem iTunes Music Store in vier Monaten 10 Millionen Songs - stiegen Roxios Aktien um das Vierfache, als die Napster 2.0-Aktivitäten bekannt wurden.

«Flat» und «A la Carte»

US-Medien zufolge soll es bei Napster 2.0 zwei Modelle geben: Einen «A la Carte»-Download, bei dem ein Song knapp einen Dollar kostet, sowie eine monatliche «Flatrate» für beliebig viele Songs. Letzteres schließt jedoch nicht das Brennen auf CD und das Übertragen von Songs auf tragbare Player mit ein - hierfür sind Extragebühren zu zahlen. Am morgigen Donnerstag sollen weitere Details bekannt gegeben werden. Eines ist schon jetzt klar: Der Dienst ist vorerst nur US-Nutzern vorbehalten.


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