Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Google macht Blogger gratis

11. Sep 2003 10:02
Blogger.com, der größte Weblog-Dienst im Netz, der inzwischen zur Suchmaschine Google gehört, wird kostenlos. Die Gründe dafür sind noch unklar.

Evan Williams, Chef des im Februar von der Suchmaschine Google aufgekauften Netztagebuchdienstes Blogger.com, hat in einer E-Mail an die User angekündigt, dass der bislang kostenpflichtige Dienst «Blogger Pro» von nun an kostenlos angeboten werde. Die meisten der Funktionen des Services, der bislang 35 dollar im Jahr kostete, werde in den Gratis-Dienst Blogger aufgenommen, schrieb Williams.

Kostenloses Sweatshirt

Mehr in der Netzeitung
  • Google bringt Adsense-Werbung
    nach Deutschland
    05. Sep 2003 16:46
  • AOL startet Weblog-Angebot
    26. Aug 2003 11:04
  • Weblogs auf dem Weg zum Profit
    24. Apr 2003 10:10
  • Googles Blogger-Kauf: Das Web wartet weiter
    24. Feb 2003 10:08
  • «Die Pro-Abonnenten hielten uns am Leben, als wir noch eine ums Überlebende kämpfende Jungfirma waren und Server und Bandbreite teuer», so der Blogger-Chef, «nun gehören wir zu Google und Google hat viele Rechner und viel Bandbreite. Außerdem glaubt Google, dass Blogs wichtig und gut für das Web sind». «Blogspot Plus», ein kostenpflichtiger Weblog-Hosting-Dienst, bleibt in seiner bisherigen Form allerdings bestehen - ab 15 Dollar im Jahr. Wer «Blogger Pro» kürzlich einkaufte, erhält als «Ersatz» ein kostenloses Sweatshirt.

    «Blogger Pro» war der Premium-Dienst des ansonsten kostenlos nutzbaren größten Weblog-Dienstes der Welt, Blogger.com. Er enthielt weitergehende Funktionen als das Original, mit denen sich professionellere Seiten gestalten ließen. Blogger.com hatte den Trend zum Netztagebuch in den USA und anschließend im Rest der Welt erst ausgelöst. Beobachter aus der Szene fragen sich, warum Google den Dienst nun kostenlos macht, obwohl die Branche inzwischen immer mehr zu Bezahldiensten übergeht - auch AOL und Yahoo wollen demnächst Blogs anbieten.

    Google-Werbung bleibt

    Mehr im Internet
  • Blogger.com
  • Jason Kottke über die Google-Entscheidung
  • Der renommierte Webdesigner und Blogger Jason Kottke schrieb in seinem Netztagebuch von «Stagnation» in der Branche, die die Blogger.com-Entscheidung auslösen könnte: «Es macht mich immer nervös, wenn große Firmen Software kostenlos verteilen, für die kleine Anbieter Geld verlangen.» Neue kostenpflichtige Weblog-Dienste wie Typepad oder ältere wie Radio Userland seien womöglich gefährdet, obwohl Blogger.com nach wie vor mit Problemen beim Support und der Stabilität kämpfe.

    Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, warum Google «Blogger Pro» zum Gratis-Angebot machen könnte: Die Suchmaschine sucht derzeit nach Wegen, ihre Textwerbeanzeigen im Web möglichst weiträumig zu verteilen. Da diese neuartige Reklame («Adsense») themenspezifisch eingeblendet wird, bieten die mehr als 200 000 aktiven Blogger-Weblogs einen idealen Rahmen. Werbung wird es auf den nun kostenlosen Blogger.com-Websites nämlich weiterhin geben. Google hofft, dass die Textwerbung häufiger angeklickt wird, wenn sie in einem passenden Kontext erscheint. Dazu werden Web-Inhalte vorab einer Textanalyse unterzogen.

     
    Drucken
    VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
    Zum Tarifrechner
    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Immobiliensuche
    Immobilien
    immonet
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.