Stadt Wien prüft Umstellung auf Linux
10.09.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Die Wiener Verwaltung fürchtet bei einem schnellen Umstieg die dabei anfallenden Kosten: Da das Nutzungsrecht an den Produkten von Microsoft bis 2007 laufe, fielen zum einen keine Lizenzkosten für weitere Produkte an. Zum anderen bringe ein früherer Umstieg auf alternative Systeme höhere Kosten.
Ziel sei es, zitierte das «Wall Street Journal» am Montag den brasilianischen Präsidentenberater Sergio Amadeu, dass 80 Prozent der im kommenden Jahr zu beschaffenden Software mit Open-Source-Produkten laufen solle.
Seit dem Wahlsieg der brasilianischen Arbeiterpartei gewinnt die Open-Source-Bewegung deutlich an Einfluss. In vier brasilianischen Bundesstaaten wurde die Förderung quelloffener Software gesetzlich festgeschrieben. Auf nationaler Ebene plant die Arbeiterpartei ein ähnliches Programm.
Kern des asiatischen Projektes solle das Open-Source-Betriebssystem Linux sein. «Alle drei Länder denken, dass die Dominierung eines Marktes durch ein einziges Unternehmen keine gute Sache ist», zitierte die Computerwoche einen Sprecher des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie.
Darüber hinaus sei es geplant, freie Anwenderprogramme für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation zu entwickeln.
Für das Web ediert von Stephan Heinen

