Ebay hat Google schriftlich angewiesen, Textreklame von Dritten, die den Namen «Ebay» enthält, nicht mehr anzunehmen. Dies berichtet der amerikanische IT-Nachrichtendienst «News.com». Ebays offizielle Anweisung betrifft Googles beliebtes «Adwords»-Werbesystem, das je nach Suchbegriff eine passende Text-Anzeige auf den Bildschirm bringt. Ebay hält etwa Anzeigen für die so genannte «Ebay Management Software» für problematisch. Die Werbung bei Google bewirbt ein Computer-Programm für das automatisierte Abwickeln von Auktionen und hat mit Ebay nicht zu tun. Solche Adwords verstoßen gegen das Urheberrecht, so das Unternehmen Ebay in dem 13-seitigen Schreiben, das noch weitere «verbotene» Wortvarianten mit der Marke Ebay enthält. Böse Begriffe
Coeras Vorwurf: Ebay nutze Markenrechte, um gegen Konkurrenten vorzugehen. Google selbst nahm zu Ebays Vorgehen laut «News.com» bislang keine Stellung. In seinen Geschäftsbedingungen erwähnt Google allerdings ausdrücklich, dass Markeninhaber entsprechende Beschwerden absetzen können. Werbekunden haben selbst darauf zu achten, dass in ihren Anzeigen keine Urheberrechte verletzt werden. Noch ungeregelt Ein Werbetreibender kann außerdem auch bei der Auswahl der Suchbegriffe, zu denen eine jeweilige Werbung erscheint, Probleme bekommen. Bei welchem Suchbegriff die eigene Anzeige erscheint, können Werbekunden selbst bestimmen. Auch hier können sich Markeninhaber gegen Konkurrenten, die die Marke ausnutzen, zur Wehr zu setzen. Google macht mit «Adwords» einen großen Teil seiner Umsätze. Im vergangenen Jahr kam es zu mehr und mehr Beschwerden bei Google und anderen Adwords-Anbietern wie Overture. Danny Sullivan, Betreiber der Website «Search Engine Watch», sieht die Gefahr, dass über diesen Mechanismen Konkurrenten ausgeschaltet werden: «Ebay könnte Dinge blockieren, die nicht gemocht werden.» Auktionsmanagement-Programme verkauft Ebay auch selbst.
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