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Opera, der beliebte Außenseiter-Browser

07. Aug 2003 11:09
Opera 7
Ein kleiner norwegische Browser-Hersteller hat sich erfolgreich etabliert: Allein in diesem Jahr wurde der werbefinanzierte Browser Opera 10 Millionen mal heruntergeladen.

Der Browser-Markt, in dem Microsofts Internet Explorer mit einem Anteil von angeblich über 90 Prozent dominieren soll, ist offenbar weniger gefestigt als Microsoft annimmt.

Opera, der kleine Browser-Anbieter aus Norwegen, feiert in diesen Tagen den zehnmillionsten Download seines Browser von der Website Opera.com in diesem Jahr.

Die Software, die aktuell in Version 7 vorliegt, sei zudem noch viele Millionen Mal von anderen Orten im Netz heruntergeladen worden, teilte das Unternehmen in Oslo mit. Der Opera-Browser ist kostenlos, wenn man die Einblendung eines Werbefensters akzeptiert. Laut Opera kamen die Downloader besonders oft aus Europa, aber auch aus den USA und Japan.

Echte Microsoft-Alternative

Mehr in der Netzeitung: Browsermarkt
Opera bietet im Gegensatz zu Microsofts Internet Explorer, der stark in das Betriebssystem Windows integriert ist, eine komplett eigene Oberfläche mit vielen Funktionen, die dem Microsoft-Browser fehlen. Opera selbst nennt dessen Technik schlicht veraltet: «Wir freuen uns besonders, dass so viele amerikanische User entdecken, dass es Alternativen zu Microsofts alter Browser-Technologie gibt», so Firmenchef Jon S. von Tetzchner zum Download-Jubiläum süffisant.

In der Tat warten die User seit langem auf ein großes Update für Microsofts Internet Explorer, der derzeit nur noch um Sicherheitspatches ergänzt wird, falls einmal mehr ein kritischer Fehler entdeckt wurde. Eine Version 7 wird es nur noch intergriert in das neue Windows-Betriebssystem («Longhorn») geben.

Schlankes Web-Programm

Mehr im Internet:
Opera gilt als besonders schlank und schnell, obwohl die norwegische Firma beim Funktionsumfang keine Abstriche macht: Die Oberfläche kennt Karteireiter (Tabs), blendet überflüssige Pop-up-Fenster aus, kann automatisch Links analysieren.

Das Produkt ist in seinen bislang insgesamt sieben Versionsnummern stark gereift und zeigt inzwischen fast alle Websites genauso gut wie der Internet Explorer an und unterstützt im Gegensatz zum Internet Explorer die neusten Webstandards.

Auch Zusatzprogramme (Plugins) funktionieren problemlos. Opera hat allerdings selbst mit weiteren Web-Alternativen zu kämpfen: So gewinnt das Open-Source-Projekt Mozilla, dessen Browser in unterschiedlichen Versionen ebenfalls kostenlos (und ohne Werbung) ist, zunehmend an Marktanteilen. Experten rechnen damit, dass der Browser-Markt in den nächsten Jahren so spannend bleibt.

 
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