User glauben Spamversprechen
07.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Dies belegte, wie der US-IT-Nachrichtendienst «Wired News» meldet, eine wegen einer Sicherheitslücke frei im Internet verfügbare Logdatei mit Kundendaten der Firma.
Erstaunlicherweise handelt es sich bei den Pinacle-Kunden um eine Klientel, von der man das Reagieren auf Spam-Mails kaum erwartet hätte: So seien Firmenchefs, Tierärzte, Militärangestellte, aber auch der Manager eines sechs Milliarden Dollar schweren Fonds aus New York darunter, so «Wired News». Sogar Frauen bestellten.
Wenigstens enthielt die Kundendatei nicht nur enthusiastische Besteller: Auch viele Spam-Opfer machten sich im Bestellformular Luft - etwa eine Mutter, deren 10 Jahre alter Sohn die unfeinen Müllmails erreichte. Laut «Wired News» steht hinter Amazing Internet Products ein 19-jähriger Schulabbrecher aus New Hampshire, der mit einem ehemaligen Neonazi zusammenarbeitet. Um die Effizienz des Potenzmittels «Pinacle» steht es übrigens schlecht: Es funktioniert wohl nicht.
Für das Web ediert von Ben Schwan
