Mail-Protokoll schuld an Spam
04.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Suzanne Sluizer, Dozentin an der Universität von New Mexico, die 1981 am Vorläufer von SMTP, dem Mail Transport Protocol, arbeitete, schlägt vor, «einfach ein völlig neues Protokoll» zu schreiben, so die Expertin gegenüber «News.com». «Die Probleme in einem existierenden System zu verbessern, ist fast immer schwieriger.»
Außerdem sollen eingebaute digitale Filter die elektronische Post in Spam und Nicht-Spam unterteilen, um dann den Müll erst gar nicht ausliefern zu müssen. Doch letztlich schlüpfen noch immer viele der Spam-Mails durch - das SMTP-Verfahren war eben nie dafür vorgesehen, sich mit Mail-Versendern auseinanderzusetzen, die «Böses», sprich: Werbung ohne Rücksicht auf Verluste, im Schilde führten. Stattdessen gibt sich SMTP sehr vertrauensselig.
Neben einer kompletten Überarbeitung, wie sie Sluizer fordert, sind auch noch andere Lösungsmöglichkeiten denkbar: So gibt es mit «SMTP/SSL» bereits eine seit längerem verfügbare Technologie, die eine Authentifizierung des Senders und Empfängers, sowie die Verschlüsselung von Mails ermöglicht. Das Problem hierbei: Endnutzer wie Mailserver benötigen passende digitale Zertifikate und es muss ein «Vertrauensnetzwerk» aufgebaut werden.
Für das Web ediert von Ben Schwan

