netzeitung.deNeue Freunde finden per Filesharing

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Beziehungs-Matrix bei Friendster (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Beziehungs-Matrix bei Friendster
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Besonders in Kalifornien und New York ist es angesagt: Mit dem Online-Kontaktdienst Friendster neue Leute kennen lernen. Der Service setzt dabei auf die «P2P»-Technologie.

Friendster, ein im März gestartetes Kennenlern-Portal, sorgt in den USA derzeit für Furore. «Wir wachsen exponentiell», sagte Gründer Jonathan Abrams dem US-IT-Nachrichtendienst «Wired News».

Eine Million Nutzer soll der im «Beta»-Stadium noch kostenlose Service bereits haben. Er überträgt dabei Technologien, die man aus dem Peer-to-Peer-Dateitauschbereich (Filesharing) kennt, auf soziale Netzwerke. Die Idee: Menschliche Beziehungen kann man besonders gut über Zwischenstationen knüpfen - die eigenen Freunde.

Hobbys und Herkunft
Wer sich bei Friendster anmeldet, dessen Name sich nicht ohne Grund vom Filesharing-Dienst «Napster» ableitet, muss weitere Freunde einladen, sich anzumelden. Diese laden dann wiederum ihre Freunde ein - ein Prinzip, das dem Angebot schnell zu einer viralen Verbreitung verholfen hat.

Neben Vornamen, Alter, Beruf und Herkunft muss man bei der Anmeldung auch persönliche Vorlieben wie Hobbys, Lieblingsbücher, TV-Sendungen und Musikinteressen angeben. Anschließend stellt man noch ein Foto von sich online.

Freunde von Freunden
Das Schließen neuer Bekanntschaften läuft anschließend nach einem einfachen Prinzip ab: Jedem Benutzer werden neben den eigenen Freunden auch die Freunde seiner Freunde angezeigt - und wiederum deren Freunde und so weiter. Im Rahmen dieses sozialen Netzwerkes, das in dieser Form vorher nicht darstellbar war, kann nach Dates und neue Freundschaften gesucht werden.

Das Praktische: Man trifft niemals wirklich «Fremde», weil es ja immer eine soziale Beziehungen (wenn auch über mehrere Stationen) zu der möglicherweise interessanten Person gibt.

Mit guten Netzwerken Geld verdienen
Außer Friendster gibt es in den USA bereits ähnliche Dienste, die ebenfalls gute Zuwachszahlen zeigen. Die Kennenlern-Portale sind inzwischen so beliebt, dass laut «Wired News» Friendster-Netzwerke bereits auf Ebay versteigert werden. «Lern' hippe Leute und Musiker kennen!», verspricht da beispielsweise ein Verkäufer.

Für das Web ediert von Ben Schwan