Foto-Album aus dem Handy
14.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
In Tokio traf sich Anfang Juli die erste Generation der «Mobile Weblogger» zu einer ersten internationalen Konferenz, der «1IMC». Der Ort war bewusst gewählt. Japan ist eines der fortschrittlichsten Länder, was die mobile Netznutzung anbetrifft. Die recht klein gehaltene Veranstaltung zog dennoch wichtige Sponsoren an: Etwa den Internetdienst i-mode und ein Sony-Forschungslabor.
In einem vielbeachteten Beitrag für «Online Journalism Review» sah Rheingold das Moblogging denn auch als «Kristallkugel für eine neue Ära des Online-Journalismus». Im Erfolg der 1IMC, zu der immerhin mehrere Dutzend Moblogger aus der ganzen Welt anreisten, sah er sich bestätigt, dass sich der Trend derzeit «materialisiere».
Statt dessen blüht der Moblog-Journalismus im Kleinen: So betreibt Bagdad-Blogger Salam Pax, der der Welt während des Irak-Kriegs einen direkten Einblick in die Ereignissen im Land gab, ein Foto-Weblog, in das er Bilder stellt, die man in den «normalen» Medien nicht findet.
Rheingold warnt aber davor, Moblogging aufgrund der breiten Verfügbarkeit der «Produktionsmittel» (mobile Geräte) über zu bewerten: «Journalismus ist nicht das Gerät, sondern die Haltung des Journalisten, seine Intuition, seine Integrität, sein Mut und seine Forscherdrang.»
Für das Web ediert von Ben Schwan

