Linux ist allerdings zumindest in einem Punkt anders als andere Konkurrenten, die Software ist kostenlos. Das weiß auch Gates: «Wir werden nie einen Preis haben, der unter dem von Linux liegt.»Man konkurriere jedoch auf der Basis des Wertes der installierten Systeme und der Gesamtkosten. Wenn die gelieferte Technik schnell installiert und ausreichend wertvoll für die Benutzer sei, um ihre Kosten zu rechtfertigen, sei das kein Problem, sagte Gates der Zeitung. «In diesem Geschäft sind wir jeden Tag.»
Damit das auch gelingt - große Kunden wie die Stadt München hat man bereits verloren -, bündelt Microsoft Ressourcen. Mancher Beobachter wertet das als Panikreaktion. Im Mai dieses Jahres hatte ein Microsoft-Manager in einer E-Mail Preisreduzierungen oder gar freie Software für den Bereich kleine und mittlere Firmen gefordert. Er wollte dies aus einer Art Linux-Kampf-Fonds bezahlen.