16. Jun 2003 10:56
Microsoft stellt die Entwicklung der Mac-Version des Internet Explorer ein. Apple-User stört das wenig: Sie haben inzwischen bessere Alternativen.
Während einerseits befürchtet wurde, Apple-User könnten künftig von der korrekten Darstellung speziell für den Internet Explorer zugeschnittener Web-Angebote abgeschnitten werden, hieß es andererseits, die Nutzung des IE habe unter Mac OS X sowieso generell abgenommen. Diese Einschätzung ist richtig: Safari, der ständig weitere Fortschritte macht und auch Open-Source-Browser Mozilla mit mehreren Ablegern (Camino, Phoenix, Firebird) nehmen an Beliebtheit zu. Letzterer verfügt inzwischen über mehr Funktionen und unterstützt mehr Webstandards des W3C, als der IE. Ebenfalls auf dem Mac lauffähig aber weniger verbreitet sind Alternativprogramme wie Omniweb oder Icab.
Während unter Windows der Trend zur starken Integration des Browsers ins Betriebssystem fortschreitet, sind unter Mac OS X beide Bereiche noch getrennt, was Vorteile hat: So liegen viele schwere und minderschwere Sicherheitslücken unter Windows in der nahtlosen Integration von IE und Windows begründet.Mit der Entwicklung von Safari ändert sich das allerdings. Der auf dem Open-Source-System KHTML basierende Browser soll künftig mit jedem neuen Mac OS ausgeliefert werden. Die nächste OS-Version unter dem Codennamen «Panther» (Mac OS 10.3) wird am 23. Juni von Apple-Chef Jobs in San Francisco vorgestellt.