«Der Blog-Hype ist nicht übertrieben»
27.05.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Netzeitung: Herr Burg, war die Blogtalk-Konferenz Ihrer Meinung nach ein Erfolg?
Netzeitung: Können Sie ein paar Zahlen nennen?
Burg: 150 Besucher, 20 Vortragende, drei Keynote-Speaker, vier Moderatoren, ein Kurzfilm, 22 Live-Blogger.
Netzeitung: Warum ist die Weblog-Bewegung in Europa scheinbar hinter der Bewegung in den USA zurück?
Netzeitung: Werden Weblogs zu sehr gehypt?
Burg: Nein, ich denke zu wenig. Wir sprechen ja nach wie vor von einem Nischenphänomen. Im Business-Zusammenhang werden sie ja im wesentlichen überhaupt noch nicht rezipiert, wie wir auf der Konferenz gehört haben. Hype: Wieviele Blogger wird es denn im deutschen Sprachraum geben: 7000 oder mehr?
Netzeitung: Welche Eindrücke hatten Ihre amerikanischen Konferenzteilnehmer von der europäischen Szene?
Burg: Es gab eine Reihe exzellenter Gespräche. Europa und seine Kulturen - auch bezüglich Weblogs - sind einfach anders. Die Europäer waren auf der Konferenz wesentlich konkreter in ihren Präsentationen als die Nordamerikaner - mit Ausnahme vielleicht des in Toronto lebenden Iraners Hossein Derakhshan.
Netzeitung: Wird es weitere Blogtalk-Konferenzen geben? Wenn ja wann und welche Schwerpunkte werden diese haben?
Burg: Blogtalk war international ein großer Erfolg - auf beiden Seiten des Teiches. Es wird etwas nachkommen. Was? Vielleicht eine technologieorientierte Konferenz, vielleicht etwas völlig Neues - sozial, kommunikativ, technologisch?
Die Fragen stellte Ben Schwan.
Für das Web ediert von Ben Schwan

