23. Mai 2003 10:38
Microsoft hat umstrittene Patente einer kleinen US-Firma anerkannt. Der Streit um deren Urheberschaft bedroht das Betriebssystem Linux.
Eric S. Raymond, einer der Gründerväter der Open-Source-Szene und Unix-Spezialist, stellte in einem langen Positionspapier für die «Open Source Initiative» (OSI) klar, dass SCOs Anschuldigungen nicht haltbar sind. r stellt unter anderem die historische Entwicklung von Unix dar. Unklar ist noch, was Microsoft konkret mit seinem Einstieg in den Fall bezweckt. Microsoft-Deutschland-Sprecher Thomas Baumgärtner sagte gegenüber Nachrichtenagenturen, der Sinn der Lizenzierung der SCO-Patente läge nur darin, dass man seine Systeme Unix-kompatibler machen wolle. Man müsse intellektuelles Eigentum anerkennen, so der Sprecher, dessen Aussagen sich mit ähnlichen aus dem Microsoft-Hauptquartier decken. SCO ist derweil aus dem deutschen Linux-Verband ausgetreten - sonst wäre die Firma ausgeschlossen worden.