Big Google is watching you
Nach Meinung der unabhängigen US-Bürgerrechtsgruppe Public Information Research (PRI) wird die Privatsphäre bei Google aber nur mangelhaft geschützt. Die Bürgerrechtler haben sie daher für den so genannten «Big Brother Award» vorgeschlagen.
Der Big Brother Award ist ein weltweit vergebener Anti-Preis, der für besonders scharfe Verstöße gegen den Privatsphäre verliehen wird.
In insgesamt neun Punkten fasst PRI zusammen, warum Google eine «Zeitbombe für den Datenschutz» ist.
Die Cookie-Datei von Google lässt sich zwar löschen oder blockieren. Doch die wenigstens Nutzer nutzen solche Techniken. Zudem verliert man seine möglicherweise gespeicherten Sucheinstellungen, wenn man den Datenkrümel entsorgt.
Weitere Kritikpunkte: Der Google-Toolbar, ein herunterladbares Suchprogramm für den Internet Explorer, melde jede besuchte Website an die Firma weiter und aktualisiere sich selbständig, ohne den Nutzern zu fragen.
Probleme sieht PRI auch bei Googles Zwischenspeicher («Cache»), der Kopien von Web-Seiten als Archiv zugänglich macht. Dies geschehe ohne Einverständnis der Betreiber und führe dazu, dass bereits gelöschte Daten weltweit verfügbar blieben.
Die Nominierung zum amerikanischen «Big Brother Award» endete am 1. März. Wie Googles «Gewinnchancen» stehen, ist noch unbekannt.
Für das Web ediert von Ben Schwan

