Googles Blogger-Kauf: Das Web wartet weiter
24.02.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Nun schreibt Williams, er müsse «umbauen für ein anderes Leben», daher sei das Weblog offline, «um meinen Kopf frei zu bekommen». Zuletzt hatte Williams den Blogger-Fans noch wortreich zu erklären versucht, warum er zum Geschäft mit Google und den möglichen Folgen fast nichts sagen kann: «Wir wollen nicht mysteriös erscheinen, wir hatten nur bislang noch keine Zeit, alle Dinge zusammenzutragen.»
Googles Suchindex basiert massiv auf Netzverknüpfungen: Die «Pagerank» genannte Technik gewichtet jene Dokumente in den Ergebnislisten höher, auf die von anderen Seiten vielfältig verlinkt wurde. Daher waren Weblogs auch bisher schon gut auf Google indiziert - so gut, dass reguläre Medien mit ihren Geschichten oft schon das Nachsehen gegenüber Weblog-Einträgen hatten.
Williams beruhigte derweil in einem seiner letzten Einträge in sein Weblog die Szene, die nun fürchtet, Blogger-Weblogs würden bei Google von nun an mit mehr Priorität in den Suchindex aufgenommen, als Netztagebücher, die mit Konkurrenztechnologie wie «Movable Type» oder «Radio» laufen. Man habe zwar noch nicht offiziell darüber geredet, «ich denke aber, dass das nicht so sein wird.»
Für das Web ediert von Ben Schwan

