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Online-Werbung 2002 kräftig gewachsen

17. Jan 2003 12:32, ergänzt 12:59
Die Werbeverkäufe im Internet haben im vergangenen Jahr um rund ein Fünftel zugelegt. Eine Trendwende wollen Marktforscher aber erst ausrufen, wenn dieses Frühjahr viel versprechend verläuft.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland brutto 255,9 Millionen Euro für Online-Werbung ausgegeben. Wie das Marktforschungsinstitut Nielsen Media Research am Freitag in Hamburg mitteilte, entspricht das einer Zunahme um 20,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit März 2002 seien die Aufwendungen für Werbung im Internet kontinuierlich gestiegen. Im November wurde mit 28,2 Millionen Euro ein Spitzenwert erzielt. Auch der Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat war im November mit 67 Prozent am höchsten.

Auf Online-Werbung entfielen über das Jahr gerechnet 1,5 Prozent der gesamten Werbeaufwendungen, wie es weiter hieß. Im Jahr 2001 hatte der Anteil noch bei 1,2 Prozent gelegen, sagte ein Nielsen-Sprecher der Netzeitung. Neben Fachzeitschriften seien Onlinemedien damit die einzige Kategorie, die im vergangenen Jahr steigende Werbeeinnahmen erzielen konnten.

Nielsen erfasst eigenen Angaben zufolge die Werbebuchungen auf mehr als 700 Websites. Damit werden nach Einschätzung der Vermarkter zwischen 70 und 80 Prozent des gesamten Internet-Werbemarktes erfasst. Prognosen für die weitere Entwicklung gibt Nielsen eigenen Angaben zufolge nicht ab.

Abwärtstrend gestoppt

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  • Wie Nielsen weiter mitteilte, gab es bei den Werbe-Ausgaben in allen Medien im Dezember 2002 zum ersten Mal seit Beginn der Branchenkrise im Jahr 2000 keinen Rückgang mehr im Jahresvergleich. Schon die beiden Vormonate hatten mit minus 3,1 Prozent und minus 1,3 Prozent eine Verlangsamung des Abwärtstrends angezeigt. Ob es aufwärts gehe werde, werde sich aber erst im Verlauf des Frühjahr heraus kristallisieren, teilte Nielsen mit.

    Insgesamt habe das leicht bessere vierte Quartal einen Rückgang des Gesamtmarkts im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf rund 16,4 Milliarden Euro nicht verhindern können, hieß es weiter. Die Bruttowerbeaufwendungen, bei denen gewährte Rabatte heraus gerechnet werden, lagen 2002 damit auf dem Niveau des Jahres 1999.

    Mit 7,25 Milliarden Euro sicherte sich die Fernsehwerbung 2002 erneut den größten Anteil an den Gesamtausgaben, verbuchte aber einen Rückgang um 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Publikumszeitschriften büßten 7,2 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro ein. Tageszeitungen verloren 2,9 Prozent auf 3,51 Milliarden Euro, wie es weiter hieß. (nz)

     
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