Neuer Videorekorder «frisst» Fernsehwerbung
26. Nov 2002 10:14
 | Keine Videokassette mehr nötig: Der Rekorder speichert digital auf Festplatte | Foto: tivo.com |
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In den USA setzen sich digitale Videorekorder durch, mit deren Hilfe sich Fernsehspots ausblenden lassen. Eine neue Studie sieht bereits eine Verschiebung im Werbemarkt.
Mit digitalen Videorekordern von Tivo oder Replaytv kann der Fernsehzuschauer in den USA Fernsehsendungen auf einer Festplatte aufzeichnen. Das Praktische an der neuen Rekorder-Technik: Werbung wird von den Geräten automatisch herausgeschnitten - oder lässt sich punktgenau überspringen. Beobachter des Fernseh-Werbemarktes sind sich sicher, dass dies Auswirkungen auf den Verkauf von Werbeplätzen haben wird.
Noch ein kleiner Markt
Und tatsächlich: Werbetreibende antworten auf den Trend zum so genannten «Personal Video Recorder» (PVR). Sie wollen ihre US-TV-Budgets kürzen. Dies ist Ergebnis einer von Forrester Research und der Association of National Advertisers durchgeführten Befragung. 75 Prozent der Werbetreibenden wollen weniger Geld ausgeben - und zwar um mindestens 20 Prozent. Laut Forrester haben derzeit in den USA 2 Millionen Fernsehzuschauer einen PVR – gemessen am gesamten Fernsehmarkt ein sehr geringer Teil. Doch das Marktforschungsunternehmen rechnet mit explosivem Wachstum.
Alternative: Digitales Kabel
Während die werbefinanzierten TV-Stationen dem PVR-Betrieb weitgehend hilflos gegenüberstehen, folgen die amerikanischen Kabelnetzbetreiber dem Trend. Mit den nach langer Vorbereitungszeit endlich funktionierenden «Video on Demand»-Angeboten können die Kunden in immer mehr lokalen Märkten auch ohne digitalen Videorekorder genau das sehen, was sie wünschen. Auch Vorspulen und Stoppen der Sendungen ist erlaubt, die abrufbaren Serien und Shows umfassen ein breites Angebot. Der Vorteil: Werbung könnte mit der Technik nach wie vor eingeblendet werden, weil das Filmmaterial direkt aus dem Netz auf einen Decoder gespielt wird.
Für das Web ediert von Ben Schwan