Google wehrt sich gegen chinesische Blockade
05. Sep 2002 10:49
 | Google auf chinesisch. | Screenshot: NZ |
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Die amerikanische Suchmaschine Google wehrt sich gegen die von der chinesischen Regierung verhängte Blockade ihrer in China sehr populären Website.
Seit dem Wochenende ist die chinesische Ausgabe der Suchmaschine Google nicht mehr zugänglich. Gespräche mit den chinesischen Behörden sollen eine Aufhebung des Verbots erzielen und auch zunächst einmal in Erfahrung bringen, warum die Site überhaupt blockiert wurde.
Keine Begründung
«Unsere User haben uns bestätigt, das wir in China gesperrt sind. Im Augenblick verhandeln wir mit den Behörden um eine Wiederherstellung des Services», berichtet Google-Sprecherin Cindy Mc Gaffrey gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Firma hat laut eigenen Angaben noch keine Informationen darüber, aus welchen Gründen die in China sehr beliebte Site in chinesischer Sprache blockiert wurde.
Übliches Vorgehen
Am Dienstag wollten eine Reihe von für das Internet und staatliche Sicherheit zuständige chinesischen Ministerien nichts von der Blockade gewusst haben, die unmittelbar vor einer wichtigen Sitzung der kommunistischen Partei umgesetzt wurde. Je näher ein solcher Parteikongress rückt, desto stärker werden die Medienorgane des Landes kontrolliert und desto mehr wird versucht die Propaganda für Präsident Jiang in den staatlichen Zeitungen und dem Fernsehens in den Mittelpunkt zu rücken.
Yahoo noch erreichbar
Obwohl in China routinemäßig ausländische Websites blockiert werden, ist es ungewöhnlich für Peking eine Suchmaschine zu sperren, die nur die Links zu anderen Sites vermittelt, aber selber keine Informationen enthält. Sie Suchmaschine von Yahoo ist, obwohl sie mit Googles Software arbeitet, noch zugänglich. (nz)