02. Aug 2002 10:39, ergänzt 10:42
Access denied: Die saudi-arabische Regierung überwacht ihre Internetuser und sperrt den Zugang zu nicht-islamischen Sites. Das belegt eine britische Studie - mit Billigung der saudischen Regierung.
Den Zugang zu rund 2000 internationalen Online-Angeboten hat die saudische Regierung sperren lassen, weil sie sexuellen oder religiösen Inhalt haben. Auch Themen wie Frauen, Gesundheit, Drogen und Popkultur sind nicht zugelassen. Domains mit privaten Homepages wie geocities.com oder members.aol.com können ebenfalls nicht von Saudi Arabien aus aufgerufen werden. Es werden jedoch nicht nur einzelne Websites ausgewählt, sondern der gesamte Traffic wird gefiltert. Obwohl Saudi Arabien offen mit seiner Zensur umgeht – der Benutzer wird auf eine Seite mit dem entsprechenden Hinweis geleitet – eröffnete erst eine Studie der Harvard Law School die Zahl der gesperrten Websites. Benjamin Edelman und Jonathan Zittrain hatten dabei die volle Unterstützung der saudischen Regierung. Das unterscheidet die Saudis von anderen Ländern, wie China oder Vietnam, die keine Auskunft über ihre Zensur geben.