25. Jul 2002 10:12
Salon.com hat eine Marktlücke entdeckt: Zusammen mit einem Spezialanbieter verkauft das Online-Magazin nun Netztagebücher an seine Leser.
In der Weblog-Community wird das Thema bereits eifrig diskutiert: Das Projekt «Salon Blogs» belegt in der Weblog-Suchmaschine «Daypop» Platz zwei der Top 40-Links. Worüber die Blogger diskutieren, ist im Grunde nichts weiter als eine Vermarktungsaktion. Das seit Jahren kriselnde Online-Magazin Salon.com hat sich mit dem Softwareanbieter Userland zusammengetan, der für seine Weblog-Software «Radio» bekannt ist.
Das Netztagebuch-Programm «Radio» verkauft Salon.com nun an seine Leser - inklusive Webspace und einer Internetadresse im Stil «blogs.salon.com/0000001/». Ähnliches bietet Userland selbst bereits unter radio.weblogs.com - eine Weblog-Community eben. Doch bei den «Salon Blogs» kommt der offizielle Segen und das Renommee des Magazins dazu.
Wer dort nun «bloggt», fühlt sich durch das Salon.com-«Look & Feel» professionell aufgehoben. Die Netztagebücher stehen fast gleichwertig neben den redaktionellen Seiten des Salon.com-Angebotes. Genau das macht den Appeal der «Salon Blogs» aus.Ansonsten ist alles genauso, wie als würde man bei Userland selbst die Lizenz für die populäre und leicht zu bedienende Weblog-Software «Radio» kaufen. Einen Monat lang kann man nach Download bei «Salon Blogs» probeweise sein Netztagebuch führen, danach kostet das Weblog knapp 40 Euro. Ein Gemeinschaftsgefühl lässt die Homepage von «Salon Blogs» entstehen: Dort kann man etwa sehen, wer am meisten gelesen wird.