16. Jul 2002 09:30
Nach verstärkten Kontrollen der Netznutzung geht die kommunistische Regierung nun einen Schritt weiter: Sie legt großen Sites die Unterzeichnung eines Paktes gegen «subversive Inhalte» nahe.
Die Erklärung gegen «subversive Inhalte» nennt sich unscheinbar «öffentliche Verpflichtung zu Selbstdisziplin» und soll wie «Wall Street Journal Online« berichtet, bereits von 300 Anbietern in China unterschrieben worden sein.Neben klassischen Forderungen, die man auch aus dem Westen kennt - Förderung der Internet-Nutzung, Wettbewerb zwischen den Anbietern, Vorgehen gegen Copyright-Verstöße und den so genannten «Cybercrime» - sind hier auch typisch «chinesische» Anliegen enthalten.
Die kommunistische Regierung hätte etwa gerne, dass die Websites davon absehen, Informationen zu produzieren oder zu verbreiten, die «die Staatssicherheit» oder die «soziale Stabilität» gefährden könnten. Dabei kommt relativ sanfter Druck zum Einsatz.