Jörg Tauss, bekannter Internet-Experte der SPD-Bundestagsfraktion, sieht im Vorgehen seines Parteikollegen Büssow gar «absurde Pläne», die nicht auf die Bekämpfung des Rechtsextremismus hinausliefen, sondern höchstens auf die Schädigung des Standortes Nordrhein-Westfalen. Tauss stellte die Frage, ob NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement «dem Treiben seines obersten Medienwächters weiterhin unkommentiert zusehen» wolle. Nur «iranische Ayatollahs, chinesische KP-Funktionären und einigen Menschen in der CSU oder in Singapur» seien bislang auf vergleichbare Ideen gekommen, so Tauss.
Die Maßnahmen der Düsseldorfer Bezirksregierung seien «in politischer Perspektive fehlgeleitet, Internet-politisch katastrophal und auch in rechtlicher Sicht» unhaltbar, sagte der Politiker, der die Demo unterstützte.