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Der Computer steht dir gut

11. Dez 2001 10:59, ergänzt 11:06
Schmunzelnde Borgs: Wer braucht Computerkleidung?
Nie wieder ohne PC: Zwei japanische Designerinnen wollen kleine, leichte Computer in die Haute Couture integrieren.

Wenn es nach zwei japanischen Designerinnen geht, soll Kleidung zu einer Schnittstelle zwischen Maschine und dem Körper werden. Naoki Harasawa und Michie Sone, die eine Industrie-, die andere Modedesignerin, möchten zusammen mit der japanischen Elektronikfirma Pioneer tragbare Computermode auf den Markt bringen. Die digitale Mode soll es ermöglichen, einen Computer bei sich zu haben, ohne auf Armfreiheit verzichten zu müssen.

Computer im Wandel

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Die Kombination aus Mode und Elektronik nennt sich Media Fashion. Zu den Mitarbeitern des 500.000-Dollar-Projekts gehört auch Michitaka Hirose, Professor am Forschungszentrum für Wissenschaft und Technik der Universität Tokio. «Von nun an wird sich der Computer nicht nur in Bezug auf seine Größe ändern, sondern auch das Display wird sich weiter verbessern. Das brachte uns auf die Idee, tragbare PCs zu entwerfen, die in die Kleidung integriert werden», so Hirose.

Bei der Computermode handelt es sich um ein Drei-Jahres-Projekt, sagte Modedesignerin Sone der Nachrichtenagentur AFP. An dem Projekt, das in der japanischen Präfektur Gifu (250 Kilometer westlich von Tokio) realisiert wird, sind 100 Mode- und Textilunternehmen beteiligt. Noch bis zum März 2002 versucht das Team herauszufinden, welche Kombinationen aus Technik und Mode möglich sind. Danach sollen die Ergebnisse in so genannten Media Fashion-Shows präsentiert werden. In zwei Jahren soll das Projekt dann kommerzialisiert werden.

Kein Zusammenhang mit «Multi Pocket»

Das Media Fashion-Projekt und die Zusammenarbeit mit Pioneer sei nicht zu vergleichen mit der «Multi Pocket»-IT-Jacke, so die Designer. Die Multi-Pocket-Jacke wurde im vergangenen Jahr von Philips und Levi's heraus gebracht. Der Träger dieser IT-Jacke konnte einen Laptop, einen MP3-Player und ein Mobiltelefon bei sich tragen ohne sich die Geräte unter den Arm klemmen zu müssen.

Der Ansatz der japanischen Designer ist ein völlig neuer. «Man kann nicht einfach längst eingeführte Dinge wie eine Jacke und batteriebetriebene Geräte kombinieren», so Modedesignerin Sone. «Man muss ein gänzlich neues Produkt erfinden und daraus dann eine Reihe von Modeartikeln entwerfen.»

 
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