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HipHop auf dem Handy

07. Dez 2001 09:44
Die Rapper MobbDeep vorab auf dem Handy
Zwei populäre amerikanische Rap-Formationen haben einige Hits ihrer neuen Alben zuerst als Handy-Klingentöne veröffentlicht. Mitrappen können derzeit nur US-Nutzer.

Nichts für Menschen, die den dezenten Vibrationsalarm lieben: Noch bevor am 11. Dezember die neue Scheibe der Eastcoast-Rap-Gruppe «Mobb Deep» in die US-Geschäfte kommt, kann man sich auf der Website Zingy.com die künftigen Hits «Burn» und «Hey Luv» als Klingeltöne auf sein Mobiltelefon schicken lassen. Das funktioniert derzeit allerdings nur mit amerikanischen Netzen sowie Nokia-Geräten.

Ebenfalls am Start sind die Gangsta-HipHopper «Wu Tang Clan», die bei der gleichen Plattenfirma wie «Mobb Deep» erscheinen. Sie schenken den Usern gleich drei noch unveröffentlichte Titel aus der ab 18. Dezember erhältlichen neuen CD «Iron Flag».

Anrufsignale zu Werbezwecken

Mehr im Internet:
  • Zingy.com (Amerikanische Klingeltöne)
  • Auf der Website Zingy.com kann man die im wahrsten Sinne des Wortes eintönigen Anrufsignale mit durchschnittlich 10 Sekunden Länge als MP3-Datei vorhören. Geld verdient wird mit diesem Dienst erst einmal nicht. «Wir sehen das als Möglichkeit, Werbung für die beiden neuen Alben zu machen», hieß es vom der Musikfirma «Loud», die die Gruppen verkauft. Der amerikanische Markt, der im Handy-Segment weniger entwickelt ist als der in Asien und Europa, kennt das Bezahlen für Klingeltöne noch kaum.

    Rechtsstreit um Klingeltöne

    Mehr in der Netzeitung:
    Um den Verkauf der Rechte der digitalen Signale im Musikformat gab es in der Vergangenheit immer wieder Streit: So hatte das britische EMI-Schallplatten-Label eine Internet-Firma aus Kalifornien verklagt, illegalerweise Klingeltöne von Künstlern des Unternehmens genutzt zu haben. Auch in Deutschland gab es derartige Verfahren. Inzwischen verkauft die Musikindustrie die Rechte an Telefongiganten wie Nokia, um an dem Geschäft mit den Anrufsignalen mitzuverdienen. Der unfreiwillige Zuhörer auf der Straße tut unterdessen das, was er immer tat: Er leidet.
     
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