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netzeitung.deFirefox jagt den Internet-Explorer

 Herausgeber: netzeitung.de

Unter deutschsprachigen Surfern könnte die Dominanz des Internet Explorer bald vorbei sein. Firefox holt deutlich auf und könnte künftig seinen Nutzeranteil weiter erhöhen. Abgeschlagen sind zwei andere Browser.

Der Webbrowser Firefox hat Microsofts Internet Explorer 7 (IE 7) in der Gunst der Anwender den Rang abgelaufen. Exakt 40,2 Prozent der deutschsprachigen Internetnutzer haben die aktuelle Version 3 des Firefox auf ihren Rechnern.

Microsofts jüngste IE-Versionen 7 und 8 kommen danach zusammen auf einen Anteil von nur 38 Prozent. Microsofts Internet Explorer könnte nach Einschätzung der Hamburger Marktforscher von Fittkau & Maaß noch in diesem Jahr seine langjährige Marktführerschaft an den Webbrowser Firefox verlieren.

Weltweit hatte die amerikanische Marktforschung Net Application für den Internet Explorer allerdings im Mai noch einen Marktanteil von 66 Prozent errechnet, Firefox kam in der US-Analyse auf lediglich 23 Prozent.

Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft
Unter dem Druck des derzeit laufenden Wettbewerbsverfahrens der EU-Kommission hatte Microsoft erst vergangene Woche angekündigt, sein neues Betriebssystem Windows 7 in Europa ohne den Internet Explorer anzubieten. Konkurrenten werfen dem Softwarekonzern vor, seine beherrschende Stellung im Browsermarkt mit der Software-Bündelung weiter festigen zu wollen. Auch die EU drängt darauf, dass Microsoft Windows 7 nicht wie vorgeschlagen ohne Browser, sondern mit einer Auswahl verschiedener Browser anbietet.

In der Erhebung von Fittkau & Maaß ist Microsoft im deutschsprachigen Raum allerdings vorerst weiter Marktführer - wegen der mit einem Nutzeranteil von immer noch zwölf Prozent genutzten Version 6 des Internet Explorers aus dem Jahr 2001. Apples Webbrowser Safari kommt danach auf einen Nutzeranteil von 3,1 Prozent, noch vor Opera (2,4 Prozent) und Googles Chrome mit 1,3 Prozent

Die Daten haben die Experten von Fittkau & Maaß im Rahmen der 28. Auflage ihrer «WWW-Benutzer-Analyse W3B» im April und Mai erhoben. Befragt wurden 121.233 deutschsprachige Internetnutzer. (nz/dpa)