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Pixelpark korrigiert Gewinnprognosen

27. Mrz 2001 08:41, ergänzt 12:22
Pixelpark hat im Rumpfgeschäftsjahr weniger eingenommen als geplant. Auch in diesem Jahr wird die Multimediaagentur wieder rote Zahlen schreiben.

BERLIN. Im Rumpfgeschäftsjahr, vom l. Juli 2000 bis 31. Dezember 2000, hat die Multimedia-Agentur nur noch 52,3 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Februar hatte Pixelpark noch von einem vorläufigen Umsatz von 55,0 Millionen Euro gesprochen. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf zehn Millionen Euro und der Jahresfehlbetrag auf 15,6 Millionen Euro.

Rückstellungen für Großkunden belasten

Grund für die Umsatzabweichung sei der Abbruch eines Großkundenprojektes gewesen, hieß es. Lieferverzögerungen hätten den Kunden verärgert. Der Abbruch führte zu Umsatzausfällen von zwei Millionen Euro. Zudem seien Rückstellungen für etwaige Gewährleistungsansprüche dieses Kunden von 2,3 Millionen Euro gebildet worden.

Insgesamt seien die Verluste und die Umsatzentwicklung des Rumpfgeschäftsjahres 2000 in Anlaufkosten für neue Standorte, besonders für Spanien und Osteuropa, in Integrationskosten der akquirierten Firmen sowie einem Nachfragerückgang begründet.

Korrektur früherer Prognosen

Im ersten Quartal 2001 werde Pixelpark außerdem nicht die Planzahlen erreichen, weil das Effizienzprogramm das Ergebnis drücke und die Nachfrage weiter rückläufig sei. Entgegen früheren Prognosen werde man in diesem Jahr keine Gewinne machen, sagte Finanzvorstand Jan Kantowsky, der im April von Annette Koch, bisher bei der ehemaligen Bertelsmann-Tochter Mediaways tätig, abgelöst wird. Die Gewinnschwelle würde nicht vor 2002 erreicht, hieß es.

Entlassungen stehen an

Mit dem Effizienzprogramm wolle das Unternehmen bis Ende dieses Jahres die Gewinnschwelle erreichen. Im wesentlichen sollen damit kurz- bis mittelfristige Profitabilität aller Länder, Standorte und Geschäftsfelder erreicht werden. Auch Entlassungen stünden an: Man werde die «Personalressourcen dem Auftragsstand anpassen», hieß es.

Merck Finck & Co: Verkaufen

Die Privatbank Merck Finck & Co hatte den Aktionären von Pixelpark bereits am Vortag der Bilanzpressekonferenz geraten, die Anteilsscheine zu verkaufen. Dies ging aus einer von der Bank am Montag veröffentlichten Kurzstudie hervor. (nz)


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