12.01.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Steve Ballmer in Las Vegas
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Erst sollten 2,5 Millionen Nutzer Microsofts Testversion des neuen Betriebssystems Windows 7 herunterladen können, dann kollabierten die Server. Nun hat der Konzern die Mengenbegrenzug aufgehoben - Downloads sind möglich.
Nach Netzwerkproblemen hat Microsoft den breiten Test einer Vorabversion seines nächsten Betriebssystems Windows 7 («Public Beta 1») erst mit deutlicher Verspätung und anders als geplant starten können. Bei der Freigabe der Testversion zum Download am Freitag wurden die Server durch zahlreiche Anfragen aus aller Welt zunächst überlastet, so dass die Verantwortlichen das Angebot stoppten.
Erst als die Server-Kapazitäten aufgestockt und eine Beschränkung außer Kraft gesetzt wurden, schaltete Microsoft die Downloads am Sonntag wieder frei. Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte am Mittwoch zur Eröffnung der Elektronik-Messe Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die Veröffentlichung der Vorabversion von Windows 7 für 2,5 Millionen Nutzer angekündigt.
Anwender, die das große Softwarepaket von den Microsoft-Rechnern im Web herunterladen wollten, sahen am Freitag und Samstag aber häufig nur Fehlermeldungen wie «Server is too busy» - Server ist überlastet. Microsoft lehnt aus prinzipiellen Gründen die Verteilung seiner Software über Filesharing-Protokolle wie Bittorrent ab, die immer besser funktionieren, je mehr Anwender eine Software aus dem Netz laden und die bereits heruntergeladenen Teile für andere Nutzer bereitstellen.
Microsoft warnt ausdrücklich davor, dass die Testversion noch Fehler enthalten kann und rät daher davon ab, für den Test einen PC zu nutzen, den man jeden Tag braucht. Als System-Voraussetzungen werden unter anderem ein Prozessor mit einer Taktfrequenz von 1 GHz, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 GB freier Platz auf der Festplatte angegeben. Windows 7 gilt als Nachfolger des Betriebssystems Vista und soll Anfang des Jahres 2010 in den Handel kommen. (nz/dpa)