Microsoft-Server überlastet: 

netzeitung.deWindows 7-Beta wieder offline

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Microsoft-Chef Steve Ballmer (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Microsoft-Chef Steve Ballmer
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das war wohl nichts: Schon kurz nachdem Microsoft seine Testversion des neuen Betriebssystems Windows 7 online gestellt hatte, musste die Software wieder vom Netz. Die Server hielten dem Ansturm nicht stand.

Microsoft hat die Bereitstellung der Vorabversion seines neuen Betriebssystems Windows 7 im Internet vorerst gestoppt. Nach der Freigabe der Beta-Version am Freitag wurden die Server durch zahllose Anfragen aus aller Welt überlastet, so dass die Verantwortlichen die Notbremse zogen.

«Wegen des starken Verkehrs, den wir aufgrund des Interesses an der Windows 7 Beta sehen, erweitern die Infrastruktur, um die Microsoft.com-Webseiten wieder zum Laufen zu bringen. Erst dann werden wir die Public Beta veröffentlichen», schrieb Brandon LeBlanc im offiziellen Microsoft-Blog zum Thema Windows 7. «Wir möchten sicherstellen, dass die Kunden die Beta-Version mühelos herunterladen können und melden uns hier wieder, sobald die Beta-Version live geht.»

Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte am Mittwoch zur Eröffnung der Consumer Electronics Show die Veröffentlichung der Vorabversion von Windows 7 für jedermann angekündigt. Anwender, die am Freitag das große Softwarepaket von den Microsoft-Servern im Web herunterladen wollten, sahen häufig nur Fehlermeldungen wie «Server is too busy» - Server ist überlastet.

Microsoft lehnt aus prinzipiellen Gründen die Verteilung seiner Software über Filesharing-Protokolle wie Bittorrent ab, die immer besser funktionieren, je mehr Anwender eine Software aus dem Netz laden und die bereits heruntergeladenen Teile für andere Nutzer bereitstellen.

Das große Interesse an der Windows-7-Testversion dürfte von Microsoft mitverschuldet worden sein. Der Konzern hatte angekündigt, nur 2,5 Millionen Downloads der Beta-Version zuzulassen. So wollte offensichtlich jeder Interessierte dazu gehören. Windows 7 gilt als Nachfolger des Computerbetriebsystems Vista. Die endgültige Version soll Anfang 2010 in den Handel kommen. (nz/dpa)