05. Jan 2009 17:37
Der elektronische Fahrschein soll bald eine bundesweite Nutzung des Nahverkehrs möglich machen. Mögliche Bedenken will der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen dank «enger Abstimmung mit Datenschützern» ausräumen.
Der deutschlandweit einheitliche Chip, der später automatisch den Fahrweg erfassen und die Erstellung einer monatlichen Rechnung ermöglichen soll, werde in enger Abstimmung mit Datenschützern eingeführt, erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Claudia Langowsky.Bis 2012 sollen mehr als zehn Millionen Fahrgäste das elektronische Ticket nutzen. Zunächst gibt es hauptsächlich Zeitkarten als Chip, in einzelnen Regionen könne man auch Einzeltickets elektronisch erwerben oder die Einzelfahrten werden beim Betreten und Verlassen von Bus oder Bahn erfasst. Das sei freiwillig, betont Langowsky: «Es gibt keinen Zwang. Wer will, kann weiter einen Papierfahrschein lösen oder eine Prepaid-Karte kaufen, die die registrierten Fahrten nicht mit einer Person verknüpft.»
Doch auch beim E-Ticket gelte: «Adresse und Fahrverhalten werden nicht zusammen in einer Datei gespeichert.» Es könnten keine Bewegungsmuster einzelner Fahrgäste erstellt werden. Der Übergang zu dem kundenfreundlichen System, das den Kampf mit dem Tarifdschungel und den Ärger über defekte Fahrscheinautomaten beenden soll, erfolgt schrittweise.