Neues aus Cupertino: 

netzeitung.deApples letzte Keynote ohne Jobs

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Mag keine Messen mehr: Apple-Chef Steve Jobs (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mag keine Messen mehr: Apple-Chef Steve Jobs
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Apple-Chef Steve Jobs wird im Januar nicht zur MacWorld Expo erscheinen, 2010 will sich der Konzern ganz von der Messe zurückziehen. Und das Computer-Geschäft läuft derzeit nicht gut. Was ist nur mit Apple los?

Große Enttäuschung für Apple-Fans: Konzernchef Steve Jobs wird auf der Messe MacWorld Expo Anfang Januar in San Francisco anders als früher nicht die zentrale Ansprache, die in Fachkreisen sogenannte Keynote, halten. Der Computer- und iPhone-Hersteller will sich zudem ab 2010 ganz von der Messe zurückziehen. Das teilte Apple am Dienstagabend mit.

Die letzte Apple-Keynote im kommenden Januar soll nun statt Jobs der für das weltweite Produktmarketing verantwortliche Apple-Vizepräsident Philip Schiller halten. Traditionell hatte Jobs den Auftritt auf der MacWorld zur Vorstellung neuer Produkte genutzt. Messen seien nur noch ein sehr kleiner Teil des Kundenkontakts für Apple, hieß es zur Begründung.

Apple habe sein Engagement bei Messen in den vergangenen Jahren zurückgefahren. Große Bedeutung hätten inzwischen etwa die Apple-Stores mit mehr als 3,5 Millionen Besuchern pro Woche. In München hat gerade die erste Deutschland-Filiale eröffnet, weitere Stores in deutschen Großstädten sollen folgen. Auch der Verkauf über die eigene Webseite sei wichtiger geworden.

In den vergangenen Monaten hatte es auch mehrfach Spekulationen um ernste gesundheitliche Probleme von Konzernchef Jobs gegeben, die den Kurs der Apple-Aktie belasteten. Jobs selbst wies die Gerüchte zurück. Die MacWorld Expo 2009 findet vom 5. bis 9. Januar statt.

Minus 35 Prozent bei Desktop-Computern
Nach Angaben von Marktforschern hat Apple im November bei seinen Desktop-Computern einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnet. Die Verkäufe im US-Einzelhandel seien im Jahresvergleich um 35 Prozent gesunken, berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf eine Erhebung der Branchenanalysten von der NPD Group. Der Absatz von Notebooks weist laut NPD-Zahlen dagegen weiter Wachstum auf.

Vor allem für die Reihe Mac Pro, die im Sommer 2006 eingeführt wurde, erwarten Beobachter, dass Apple deswegen auf der MacWorld Expo Anfang Januar neue Modelle vorstellen wird. Manche Experten gehen auch davon aus, dass Apple ebenso sein Einsteigermodell, den Mac mini, neu auflegt. Gerüchten zufolge ist auch eine kleinere und günstigere Version des iPhone in Vorbereitung.

Mit einem Absatzrückgang um ein Prozent bei den Mac-Rechnern insgesamt liegt Apple den NPD-Zahlen zufolge erstmals hinter dem Gesamtmarkt der Personal Computer, der in den USA noch ein Wachstum von zwei Prozent aufwies. Bislang hatte sich der Computer- und iPod- Hersteller mit seinen Premium-Produkten weitgehend immun gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt und arbeitetet angesichts der höheren Preise auch profitabler als die Konkurrenz. (nz/dpa)